Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte

VII. ÖSTERREICHISCHES SYMPOSION ZUR GESCHICHTE DER MATHEMATIK


Thema:   „JUBILÄEN — CHANCE ODER PLAGE?“

in Miesenbach, Niederösterreich
zwischen Puchberg am Schneeberg und dem Piestingtal

von Sonntag, 16. Mai bis Samstag, 22. Mai 2004


Kosten: ca. EUR 285,– (pro Person, im Einbettzimmer)
ca. EUR 250,– (pro Person, im Doppelzimmer)

(inklusive Unterbringung im Standardzimmer, volle Verpflegung, Transfer von und zum Bahnhof, Exkursion und Tagungsband;
jeweils EUR 30,– mehr im Kategorie-A-Zimmer)

Organisation: Dr. Christa Binder
Institut für Technische Mathematik
Technische Universität Wien
Wiedner Hauptstr. 8-10/1141
A 1040 Wien
ÖSTERREICH

Tel.:   +43 1 58801 11415
FAX:  +43 1 58801 11499


Liebe Kolleg(inn)en!

Das 7. österreichische Symposion zur Geschichte der Mathematik wird diesmal bereits ein Jahr vor dem üblichen Termin (drei Jahre Abstand) im Mai 2004 stattfinden. Grund für diese Vorverlegung ist die Häufung der für das Frühjahr 2005 geplanten mathematisch-historischen Tagungen. Auch vom vertrauten Tagungsort Neuhofen an der Ybbs nehmen wir Abschied und übersiedeln nach Miesenbach. Dieser idyllische Ort liegt zwischen dem Piestingtal (Bahnstation)* und Puchberg am Schneeberg (ebenfalls Bahnstation)* im Tal zwischen der Hohen Wand und dem Öhler. Es gibt viele Wandermöglichkeiten, vom gemütlichen Spaziergang zu einem Wasserfall bis zu echten Bergtouren. Im Ort selbst ist das Gauermann-Museum zu besichtigen, in der nahen Umgebung gibt es zum Beispiel die Wallfahrtskirche Mariahilferberg bei Gutenstein, die Raimund-Gedenkstätte, und vieles andere mehr.

*)   Ein Kleinbus (maximal 8 Personen) vom Flughafen Wien Schwechat zum Tagungsort kostet EUR 95,-. Das könnte eine günstige und bequeme Alternative zur Bahn sein.

Der oben angegebene Preis beinhaltet Vollpension von Sonntag abend bis Samstag früh (Frühstücksbuffet, Wahlmenüs zu Mittag und abends), Transport von und zum Bahnhof, einen Ausflug (vermutlich mit der Zahnradbahn auf den Schneeberg) und den Tagungsband. Die Aufteilung auf Standard oder Kategorie-A-Zimmer erfolgt soweit möglich nach Wunsch und Eintreffen der Anmeldung (die Kategorie-A-Zimmer sind im Neubau, geräumiger, und mit Balkon, die Ausstattung ist gleich: Dusche, WC, Telephon, SAT-TV).

Die im Thema angesprochene Frage, „Jubiläen – Chance oder Plage?“, hat sich wohl jeder schon einmal gestellt. Immer wieder soll bei einer Feier ein Vortrag gehalten werden, oder für einen Festband ein Beitrag abgeliefert werden. Oft, aber nicht immer, sind solche Jubiläen eine echte Anregung zur Beschäftigung mit einem Thema, gleichzeitig können sie aber auch andere Arbeiten behindern.

Die Vorträge sollen zwischen einer halben Stunde bis maximal eine Stunde dauern; bitte Wünsche angeben, die nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Auf alle Fälle soll genügend Zeit für Diskussionen und Pausen bleiben. Wie bei den letzten Tagungen wird auch diesmal ein Tagungsband erscheinen, der Kurzfassungen (ca. 5 Seiten) der Vorträge enthalten wird. Ich bitte um Mitteilung des Vortragstitels und Zusendung der Kurzfassung bis Mitte April.

Ich werde natürlich versuchen, möglichst viele an der Geschichte der Mathematik interessierten Kolleg(inn)en anzuschreiben, bitte aber dennoch, mir bei der Verteilung dieser Ankündigung zu helfen, und die Kopie des Briefes bzw. der e-mail weiterzuleiten, oder mir weitere Namen und Adressen mitzuteilen.

Der jeweilige Stand der Tagungsvorbereitungen wird an alle, die sich bis Ende Jänner 2004 in irgendeiner Form gemeldet haben, in Aussendungen per e-mail (vorzugsweise), bzw. brieflich mitgeteilt, und findet sich auch auf dieser Homepage <http://wissenschaftsgeschichte.ac.at>. Informationen über den Tagungsort gibt es ebenfalls im Internet <http://www.boersenhof.at>.
 

Vorläufiges Programm:

Montag, 17. Mai 2004, vormittag: 9.30 - 12.00:

Eröffnung und organisatorische Hinweise.
Wolfgang Breidert (Karlsruhe): Kant und die Mathematik.
Friedrich Katscher (Wien): Die Geschichte der Multiplikation.

Montag, 17. Mai 2004, nachmittag: 16.00 - 18.30:

Lászlo Filep (Nyiregyhaza, Ungarn): A new interpretation of Platos geometrical numbers.
Rita Meyer-Spache (Garching bei München): 100 Jahre Frauenstudium offiziell - Mathematikerinnen seit Aristoclea, der Lehrerin des Pythagoras.
Harald Gropp (Heidelberg): Jubilees and calendars - Iranian and European calenders in comparison.

Dienstag, 18. Mai 2004, vormittag: 9.30 -12.00:

Seguie Demidov (Moskau): Die mathematische Gesellschaft in Moskau: eine der ersten mathematischen Gesellschaften in Europe, 140 Jahre alt.
Lászlo Filep (Nyiregyhaza, Ungarn) - Gabor Deszö (Cluj, Rumänien): Noted mathematicians of Franz Joseph University.
Milos Canak (Belgrad): Über den Terzenaufbau der Akkorde.

Dienstag, 18. Mai 2004, nachmittag: 16.00 -18.30:

Magdalena Hyksova (Prag): Several milestones in the history of game theory.
Jasna Fempl (Belgrad): Belgrade mathematical school from the first part of the 20th century, including one Serbian mathematician of German origin.
Ulrich Reich (Karlsruhe): "Sicher feiern Sie den 500. Geburtstag des grössten Sohnes Ihrer Stadt ..." - persönliche Erfahrungen mit Jubiläen.

Mittwoch, 19. Mai 2004, vormittag: 9.30 - 11.30:

Herbert Pieper (Berlin): Netzwerk des Wissens und Diplomatie des Wohltuns. Berliner Mathematik, gefördert von A.v. Humboldt und C.F. Gauss.
Christine Phili (Athen): 1837 - 1937: ein Jahrhundert der höheren Institutionen in Griechenland.

Mittwoch, 19. Mai 2004, nachmittag:

Ausflug mit der Zahnradbahn auf den Schneeberg, Abfahrt vom Hotel 12.45.

Donnerstag, 20. Mai 2004, (Christi Himmelfahrt, Feiertag) vormittag: 9.30 -12.00:

Philip Davis (Providence, USA): The Decline, Fall, and Current Resurgence of Visual Geometry: Mathematics is a multisemiotic enterprise.
Walter Purkert (Bonn): Felix Hausdorff - Aspekte seines Lebens und Werkes.

Donnerstag, 20. Mai 2004, (Christi Himmelfahrt, Feiertag), nachmittag: 16.00 -18.30:

Milos Canak (Belgrad): Über die Geschichte der mathematischen Schachtheorie, II.Teil, Über die Anwendung der Graphentheorie auf das Schachbrett.
Friedrich Katscher (Wien): Die Gleichungstransformationen bei Cardano.
Klaus Barner (Kassel): War Fermat ein Humanist?

Freitag, 21. Mai 2004, vormittag: 9.30 -12.00:

Renate Tobies (Kaiserslautern): 100-jähriges Jubiläum der ersten ordentlichen Professur für angewandte Mathematik: Ein Blick auf Carl Runge.
Gerlinde Faustmann (Wiener Neustadt): Georg Vega (1754 1802), Jubiläen - Originaldokumente.

Freitag, 21. Mai 2004, nachmittag: 16.00 - 18.30:

Herwig Saeckl (Regensburg): Ferdinand Lindemann: Lehren und Lernen in der Mathematik (1904) - Vom Nutzen der Mathematikgeschichte.
Waltraud Voss (Dresden): Georg Helm - ein Dresdner Mathematikprofessor.
Karl-Heinz Schlote (Leipzig): Die Begründung des Theoretisch-Physikalischen Instituts in Leipzig.

Weitere Teilnehmer:

Ludwig Danzer (Dortmund)
Detlef Gronau (Graz)
Edmund Hlawka (Wien)
das Paar Kohl-Eisenhauer (Schweiz)
Walter Kuba (Wien) 
Ma Li (mit Begleitung) (Stockholm)
Gerhard Lindbichler (Wien)
Franz Pichler (mit Begleitung) (Linz)
Michael von Renteln (mit Begleitung) (Karlsruhe)
Peter Schmitt (Wien)
Peter Schuster (Pöllauberg, Steiermark)
Nina Sirbu (Moldawien)
Hans und Gerlinde Wussing (Leipzig)
 
 
Auf ein Treffen im Mai in Miesenbach freut sich
 
Christa (Binder)

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